Gemeinde Pettendorf errichtet „Lichtpunkte“

09. August 2022: Einem Stromausfallszenario soll damit vorgebeugt werden
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Nicht erst seit der letzten Innenministerkonferenz befasst sich die Gemeinde Pettendorf mit der Möglichkeit eines längerfristigen Stromausfallszenarios.
Bereits im vergangenen Jahr wurde die Thematik aufgegriffen und nach Beratung mit dem zuständigen Kreisbrandrat in den Haushalt 2022 eingearbeitet. Vorbereitend fand ebenfalls ein Gespräch mit den Feuerwehrkommandanten der Gemeinde statt. Nunmehr hat der Gemeinderat entschieden: die Gemeinde richtet in den eigenen Liegenschaften Rathaus, Dorfhaus Kneiting sowie in den Feuerwehrhäusern Pettendorf und Mariaort Einspeisevorrichtungen für Notstromaggregate ein und beschafft herzu zwei Stromaggregate.
Zusätzlich soll auch das Sportheim im Zuge der geplanten Sanierungsmaßnahmen eine Einspeisevorrichtung erhalten.

Auch wenn in der Gemeinde keine erhebliche kritische Infrastruktur vorliegt – die Wasserversorgung ist bereits seit Jahren energieautark – ist die aktuelle politische Situation und die holprige Energiewende Grund genug, sich im Interesse der Bevölkerung für solche Fälle zu rüsten. Hierzu wird ein Alarmplan erstellt und entsprechend einer vom Bezirksfeuerwehrverband und der Regierung der Oberpfalz ausgegebenen Checkliste ein Einsatzplan für kritische Bereiche erarbeitet. Hierin sind Maßnahmen und Zuständigkeiten geregelt.

Hierüber soll sichergestellt werden, dass im Notfall:

• eine Anlaufstelle für die Bevölkerung vorhanden ist
• ein Krisenstab effizient koordinierend arbeiten kann
• temporäre Wärmeversorgung geleistet werden kann
• das Aufladen von Kleingeräten ermöglicht werden kann
• z.B. warme Getränke ausgereicht werden können

Die Gemeinde kann nicht für alle Szenarien gerüstet sein. Mit zwei Geräten, die bedarfsweise dann zwei Lichtpunkte betreiben können, scheint der Notversorgung und der Handlungsfähigkeit eines Krisenstabes ausreichend Rechenschaft getragen, zumal das Gemeindegebiet von zwei verschiedenen Energieversorgern betrieben wird. Neben der Investition sind auch die regelmäßige Wartung und die dokumentierten Funktionsprüfungen sicherzustellen. Der Standort der Geräte ist deswegen dem Bauhof zuzuordnen.